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Drei Tage Radler-Glück

Submitted by on Donnerstag, 28 Juli 2016No Comment

So ändern sich die Zeiten: Vor drei Jahren wähnten wir uns beim Seibersbach-Wochenende noch als Orient-Express. In diesem Jahr war eine leichte Tendenz zur Bimmelbahn erkennbar. Was nota bene keineswegs negativ zu verstehen ist. Im Gegenteil: Ein moderates Tempo öffnet Augen und Ohren für die Schönheiten der Gegend und das lohnte sich dieses mal ganz besonders. Denn die von Andreas ausgesuchte Ecke im südlichen Hunsrück und Soonwald erwies sich als malerisch und zum Radfahren wie geschaffen. Natürlich ist der Hunsrück ein Gebirge und der Parcours folglich nicht flach, aber die Steigungen sind meist moderat. Bis vielleicht auf die kurze, aber giftige Rampe hoch nach Burgsponheim. Dafür wurden wir für die investierten Watt mit einem herrlichen Ausblick und einer besonders romatischen Ortspassage belohnt. Aber auch sonst liegen die Dörfchen da wie aus dem Bilderbuch und herrlich ruhig ist es auch. Zu ruhig vielleicht für den Geschmack des einen oder anderen Einwohners, denn bei unseren Ortspassagen in manchen verträumten Hunsrückort erregten wir echt Aufsehen. „Guggemo was hier abgeht!“ dieser begeisterte Ausruf eines Fensterguckers ist uns ebenso noch in Erinnerung wie viele freundlich lachende und winkende Menschen.

Das Tolle an einem solchen Seibersbach-Wochenenden ist der minimale Aufwand: Man fährt mit dem Rad vor der Haustür los und kommt drei Tage später auch dort wieder an. Bildlich gesprochen fährt man also zweimal im Kreis. Den großen Kreis an allen Tagen und einen integrierten kleinen Kreis am Samstag. Vom Charme dieses Gekreisels überzeugte sich zu unserem großen Vergnügen übrigens auch Alain Vionnet von unserem Partnerverein CSC Dijon.

Eigentlich kaum der Rede wert, dass nach dem Radvergnügen umgehend auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam. Wir kosteten nicht nur Wagners Roten und den Sauvignon Blanc, sondern auch den Sauvignon Jaune aus der Bitburger Brauerei in aller Ausführlichkeit. Natürlich nur, damit der selbstgegrillte Lachs auch schwimmen konnte.

Und das Wetter: Während es am Samstag fast überall tüchtig regnete, kamen wir mit ein paar Spritzerchen Regen davon. Die Regenjacken haben die meisten von uns nicht gebraucht.

Mit anderen Worten: Nachdem wir am Sonntagnachmittag nach rund dreihundert Radkilometern und drei entspannten Aktivurlaubstagen alle wieder vor der eigenen Haustür die Bremse gezogen hatten, konnte man eigentlich nur so resümmieren: Das hat mal wieder großen, großen Spaß gemacht. Danke an alle, die dabei waren. Besonderen Dank aber an Holger, der das Gepäck nach Seibersbach und wieder zurück kutschierte, obwohl er aufgrund von Schulterproblemen im Augenblick gar nicht radeln kann und auch an Andreas, der die Tour geplant und organisiert hat.

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