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Urlaub im Radlerparadies

Submitted by on Sonntag, 26 Mai 2013No Comment

Cheval_mortIm Mai folgten Sonja, Ulla, Andreas Jimi, Hajo und Jo einer Einladung unseres Partnervereins CSC Dijon zu einer Radfreizeit. Etwa 850 Kilometer südwestlich von Mainz liegt eine Region, die niemand von uns bisher kannte. Im Massif Central gelegen, wo die Departements Ardeche und Lozère auseinanderstoßen, liegt eine der am dünnsten besiedelten Regionen Europas. Trotzdem gibt es ein dichtes Netz von recht guten Straßen, auf denen einem kaum einmal ein Auto begegnet. Die Natur in dieser Gebirgsregion ist überwältigend. Die Berge werden von zahlreichen Flüssen durchzogen, die sich häufig in malerische Felsschluchten ein gegraben haben. Auf den saftigen Wiesen blühen Milliarden von Blumen, die Menschen sind freundlich und einfach. Kurz – ein Paradies für Radler, allerdings müssen diese Berge mögen, denn flache Strecken sucht man hier vergeblich. Auf einer 100- Km-Tour ist es ganz normal, dass man etwa fünf „Cols“ mit jeweils 1.200 bis 1.550 Metern überquert und dabei natürlich reichlich Höhenmeter einsammelt. Einmal wollten wir eigentlich einen ruhigeren Tag einlegen und brachten es bei der „kleinen“ 80 Km-Runde auf stolze 1.500 Höhenmeter.

An ruhigen Tagen wie ein Spiegel: Der Lac de Naussac

An ruhigen Tagen wie ein Spiegel: Der Lac de Naussac

Das Wetter zeigte sich nicht selten von seiner ruppigen Seite. Dass es die Eisheiligen auch in Frankreich gibt, merkten wir
Rast in Pradelles

Rast in Pradelles

spätestens daran, dass die Morgentemperaturen auf unserem knapp 1.000 Meter hoch gelegenen Campingplatz meist nur ganz knapp über dem Gefrierpunkt lagen, einmal schneite es sogar! Wenn dann aber die Sonne schien – und das passierte glücklicherweise auch an vielen Tagen, verschwanden Beinlinge und manchmal auch Armlinge bald in den Trikottaschen. Und so kam trotz einiger Regentageam Ende bei rund 850 Radkilometern und rund 15.000 Höhenmeter nicht nur ein guter Trainingseffekt zustande, sondern – ergänzt durch Wanderungen und Spaziergänge – auch viele herrliche Erlebnisse in dieser grandiosen Region von Frankreich.
Eine große Bereicherung der Radfreizeit waren die gemeinsamen Touren und Abendessen mit den Mitgliedern von CSC Dijon. Da ist eine wertvolle Freundschaft herangewachsen, von der wir in vielfältiger Weise profitieren. Die Leute sind unheimlich sympathisch und nett. Der allabendliche Apperitiv vor unserer Hüttewar ebenso jedesmal ein Fest wie
Ein Highlight: Der tägliche "Apero"

Ein Highlight: Der tägliche „Apero“

das gemeinsame Abendessen. Leider hatten unsere Freunde ihre Hotelzimmer nur für fünf Tage gebucht, dann mussten sie wieder zurück. Für uns sollte sich die immerhin 850 Km lange Anreise besser auszahlen, weshalb wir zwei Wochen am herrlichen Lac de Naussac blieben. Wir wohnten übrigens nicht im Hotel, sondern in kleinen Blockhütten inmitten der großzügigen Anlage und fühlten uns dort sehr wohl.
Loire_QuelleBemerkenswert ist auch die Tatsache, dass es im Hotel kostenlos perfekt ausgearbeitete Flyer mit Routenvorschlägen in die Umgebung bereit liegen. Angefangen mit der rund 35 Km kurzen Seerunde bis zu ob der Höhenmeter sehr anspruchsvollen 150 Km-Strecken liegt hier sozusagen die Software für das Auskosten des Radler-Paradieses bereit. Unser Fazit: Wer die lange Anreise nicht scheut, der findet am Lac de Naussac ideale Bedingungen für einen Radurlaub. Wenn dann noch das Wetter passt, steht grenzenlosem Rad-Vergnügen nichts mehr im Wege.
Blick von der Hütte auf den Lac de Naussac

Blick von der Hütte auf den Lac de Naussac

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