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Schöne Tage am Oberjoch…

Submitted by on Sonntag, 2 September 2012No Comment

von Jo Friedsam
…verbrachten 17 Radlerinnen und Radler von Vorwärts Orient und CSC Dijon in der letzten Augustwoche. Das Haus „Rheinland-Pfalz“ des Landessportbundes erwies sich wieder einmal als optimale Ausgangsbasis für herrliche Radtouren im Oberallgäu und im unmittelbar benachbarten Österreich. Da konnten auch zwei Regentage die Stimmung nicht trüben. Ein besonderer Dank geht an das Hauswirte-Ehepaar Westram, die uns an allen Tagen hervorragend umsorgten und betreuten.
Ein großer Teil der binationalen Gruppe war ja erst vor wenigen Wochen bei der Tour de l´amitié Rad an Rad über die rheinland-pfälzischen Straßen gerollt, so dass es keinerlei Anlaufschwierigkeiten gab. Und so begaben sich einige Hartgesottene trotz hoher Regenwahrscheinlichkeit gleich am Samstag auf eine Einrollrunde und wurden natürlich ordentlich getauft. Ulla und Bardo, die per Rad angereist waren, übten sich da noch in Zurückhaltung. Der Autor selbst reiste erst in der Nacht zum Sonntag an und traf eine gutgelaunte Gruppe an.

Da konnte auch der Dauerregen am Sonntag die Stimmung kaum trüben. Als Schlechtwetterprogramm stand ein Besuch in Oberstdorf auf dem Programm. Eine Fahrt mit Bergbahn und Lift bis in die Spitze des Anlaufturmes der Skisprungschanzen vermittelte eindrucksvoll, wieviel Mut es erfordert, sich von diesen Schanzen in die Tiefe zu stürzen. Ein besonderes Erlebnis und ein ästhetischer Genuss war auch der Besuch im Bundesleistungszentrum der Eiskunstläufer, wo gerade das Training der Spitzen-Eistänzer lief. Ein Stadtbummel mit Kaffee und Kuchen rundete den Tag ab.

Am nächsten Tag strahlte die Sonne vom Himmel und alle strahlten mit – außer mir. Denn ich laborierte schon seit Tagen an Rückenschmerzen, die sich über Nacht dramatisch verschlimmert hatten. So brachen die Radler unter Führung von Jimi bzw. Gerd-Gerald G.G.Armin zu einer wunderbaren Tour auf, während ich blutenden Herzens und unter ständigen elektrischen Entladungen in meiner Lendenwirbelsäule eine möglichst gute orthopädische Praxis suchte und – so viel sei vorweg genommen – in Immenstadt auch tatsächlich fand. Um es kurz zu machen: Der untersuchende Arzt stellte zwar einen Bandscheibenvorfall fest, verarztete mich aber so gut, dass ich am nächten Tag zusammen mit dem anderen „Verwundeten“ Andreas schon wieder eine kleine Mountainbiketour machen und danach – mit der gebotenen Zurückhaltung – auch wieder mein Rennrad bewegen konnte.

Anja schwingt die Kugel

Der Dienstag begann so strahlend, wie der Montag geendet hatte und – tja… das Oberallgäu und das angrenzene Östereich sind bei einem solchen Wetter einfach ein Traum. So schaute man am Abend nur in strahlende Gesichter. Kann sein, dass das zumindest teilweise auch an der Weinprobe mit Allgäuer Spitzenkäse lag, die wir uns am Abend noch mal gönnten. An dieser Stelle noch mal ein spezieller Dank an unseren Hüttenwirt Burkhard Westram, der den „Käsetraum“ besorgt hatte.
Auch der Mittwoch brachte noch einmal Sonne pur, tagesüber eine Traumtour zum Forgensee und am Abend die Neuauflage des deutsch-französischen Tischtennis-Turniers in der hauseigenen Sporthalle. By the way – das Haus Rheinland-Pfalz ist zwar kein Hotel, sondern ein Leistungszentrum, aber es ist für Leute, die es sportlich mögen, mit seinen Sportanlagen schlichtweg der Hammer. Hinzu kommen günstige Preise und ein Super-Hauswirte-Paar Westram.

Abendstimmung

Zurück zur Freizeit: Ab Mittwoch war schlechtes Wetter vorhergesagt, aber scheinbar wusste das Wetter erstmal nichts davon, denn der Donnerstag begann wieder sonnig. Also rauf auf´s Rad. Allerdings zeigten sich bei dem einen oder anderen bereits Abnutzungserscheinungen – nicht Jeder absolvierte die Tour über das Königssträßle zum „Bierdorf“ Rettenberg (zwei große Brauereien in einem Dorf) mit Rückkehr über den immer wieder „atemberaubenden“ Jochpass. Gegen Mittag zog es sich dann mehr und mehr zu und begann am Nachmittag zu regnen. So war am Freitag wieder Regenprogramm angesagt – was den Meisten nicht schwer fiel, denn nach den harten Touren der vergangenen Tage waren die Körner allmählich aufgebraucht und ein Ruhetag willkommen. Nach einer neuerlichen Weinprobe am Freitagabend feierte man Abschied – aber nicht für lange, denn es warten noch einige gemeinsame Radabenteuer auf die Mitglieder des CSC Dijon und Vorwärts Orient Mainz.

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