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Gundolf Schmitt mit guter Zeit beim Frankfurt Marathon

Submitted by on Sonntag, 1 November 2009No Comment

GundolfBeim Frankfurt Marathon am 25.10.09 erreichte Gundolf Schmitt mit einer Zeit von 3:29:33 Std. den 350. Platz in der AK45 und den 2023. Platz Gesamt.

Nachfolgend  sein Erfahrungsbericht:

Für 7:00 Uhr hatte ich den Wecker gestellt. Wach geworden bin ich jedoch schon etwas früher. Trotzdem hatte ich gut geschlafen und fühlte mich fit. Aber war es wirklich eine gute Idee nach 14 Tagen Urlaub in Holland einen Marathon zu laufen? Mein Laufprogramm hatte ich durchgehalten. Die „fietspaden“ in Holland sind auch zum Laufen ideal. Die Vorbereitung hatte nicht gelitten.

Gut gefrühstückt und dann ging es um 8:15 Uhr nach Frankfurt. Das Wetter verhieß zunächst nichts Gutes: es war neblig und es nieselte ein wenig. Die Straßen waren frei und wir, meine Frau Nicole und ich, kamen gegen 9 Uhr in Frankfurt im Messeparkhaus an. Von dort geht es mit einem Shuttlebus zur Festhalle. Alles in Allem ist der Frankfurt Marathon bestens organisiert. Ich gab noch schnell den Kleiderbeutel ab, dann machten wir uns auf den Weg nach Draußen. Ein wenig warm laufen, ein bisschen Gymnastik und dann in den Startblock. Die Wärmeschutzfolie, die ein Helfer verteilte hatte, brauchte ich nicht. Mit etwa 12 ° C war es nicht besonders kalt. Pünktlich zum Start riss dann auch die Wolkendecke auf und die Sonne kam heraus.

Dann der Countdown, es ging los. Ich winkte Nicole noch fröhlich zu, dann lief ich los, mit 12.137 weiteren Marathonis. Zunächst herrscht noch großes Gedränge, kurz nach dem Startbogen konnte ich jedoch das Tempo laufen, das ich mir vorgenommen hatte. Ich wollte nach 3:20 Std. wieder in der Festhalle sein. Zunächst lief alles Bestens. Ich fand schnell meinen Rhythmus. Meine Zeit war in Ordnung. Die ersten Kilometer lief ich in ca. 4:35 bis 4:38 min/km an, vielleicht ein wenig zu schnell. 4:44 min war die angepeilte Zeit. Aber ich fühlte mich noch gut. Bei Kilometer 14 sah ich Nicole am Straßenrand. Ich winkte ihr zu und hielt den Daumen nach oben.

Ab ca. km 20 wurden die Beine immer schwerer um ich wusste bereits jetzt, dass es heute sehr hart werden würde, meine angepeilte Zielzeit zu erreichen. Bis km 25 konnte ich mein Tempo jedoch noch halten. Doch dann wurde es immer schwerer, ich lief nicht mehr so locker wie am Anfang. Ich hatte das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben. Vielleicht war die Ernährung im Urlaub doch nicht so ideal gewesen. Die holländischen „pannenkoeken“ und der ein oder andere Burger mit Pommes rächten sich wohl jetzt. Die Zeiten wurden langsamer und ich fürchtete schon die 3:30 Std. nicht mehr zu schaffen. Jetzt wollte ich einfach nur noch ankommen. Bei km 34 sah ich noch Mal Nicole. Im Vorbei laufen zeigte ich jetzt mit dem Daumen nach unten. Jetzt sah man immer häufiger Läufer, die an der Seite standen und sich die Waden dehnten oder nur noch gingen. Der ein oder andere musste sich übergeben. Verglichen mit diesen Kollegen, ging es mir doch gut, dachte ich. Die befürchteten Krämpfe blieben aus und ich konnte ohne Unterbrechung weiter laufen. Bei km 40 rechnete ich kurz hoch mit welcher Zeit ich ins Ziel kommen würde. Wenn ich jetzt noch etwas beschleunigen könnte, dann würde ich es doch noch vor 3:30 Std. schaffen.

Beschleunigen? Wie denn? Irgendwie konnte ich doch noch die letzten Kräfte mobilisieren und meine zwei letzten Kilometer wurden etwas schneller. Mit einer Zeit von 3:29:33 Std. reichte es gerade noch mein Minimalziel von 3:30 zu unterbieten.

Der Einlauf in die Festhalle ist einfach genial. Leider kann man das nicht noch ein wenig länger genießen. Nach dem Zieleinlauf muss man die Halle durch das Foyer wieder verlassen. Im Foyer gibt es noch eine Wärmeschutzfolie für jeden Läufer, dann geht es nach draußen. Dort erhält jeder seine Finisher-Medaille. Anschließend können sich die Läufer wieder stärken bei diversen Getränken, Obst, Kuchen etc.

Fazit: Der Commerzbank Frankfurt Marathon war wieder eine gelungene, gut organisierte Veranstaltung. Die äußeren Bedingungen waren ideal, ca. 15° C, trocken und windstill. Die Stimmung an der Strecke war fantastisch. Mein persönliches Ziel konnte ich leider nicht erreichen, trotzdem bin ich unter dem Strich mit dem Ergebnis zufrieden. Vor dem nächsten Marathon werde ich jedoch die Ernährung etwas ändern und in der letzten Woche mehr kohlenhydratreiche Pasta zu mir nehmen.

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