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Sensationeller Erfolg der Rheinhessen Junioren

Submitted by on Sonntag, 23 August 2009No Comment

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regioTeamvorstellung

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Ron Pfeifer, Kapitän unseres Junioren-Radsport-Teams Rheinhessen, hat sensationell die 25. Internationale Regio-Tour gewonnen. Als erster Junior trug sich der Kapitän des Team Rheinhessen damit in die Annalen dieser Rundfahrt ein, in denen schon so klangvolle Namen wie Mario Cipollini (1987), Lance Armstrong (1991) und Jan Ulrich (1996) verzeichnet sind.

Das professionell organisierte Etappenrennen im Südwesten Deutschlands und im Elsaß wurde zum ersten Mal als Juniorenrennen ausgetragen und hat sich auf Anhieb als eines der bedeutendsten Rennen für die besten Nachwuchsrennfahrer der Welt etabliert. Nur 4 Sekunden trennten den Gesamtsieger Ron nach vier Etappen und 382 Kilometern vom Zweitplatzierten Tassilo Fricke aus der bayrischen Quest-Mannschaft. Relativ konfortable 32 Sekunden hatte sein Vorsprung vor der letzten Etappe noch betragen. Doch Ron, der bis dahin ein souveräner Kapitän in einem bärenstarken Team Rheinhessen gewesen war, musste erfahren, wie hart es sein kann, ein gelbes Trikot bis ins Ziel zu bringen, wenn ein mit Nationalmannschaften gespicktes Feld alle Register zieht, um dem Spitzenreiter das begehrte Trikot doch noch auszuziehen. Besonders getroffen wurde Pfeifer durch den fürchterlichen Sturz seines wichtigen Helfers Marcus Nicolai, der nach einer höchst unfairen Attacke  eines niederländischen Konkurrenten so schwer verletzt wurde, dass er mit dem Helikopter in die Freiburger Uni-Klinik gebracht werden musste. „Das war der schlimmste Sturz, den ich je gesehen habe“, so der sichtlich geschockte Ron, dem nach seinem Sieg erst dann wieder so richtig zum Feiern zumute war, als aus der Klinik Entwarnung kam.

Aber der brutale Rempler gegen Marcus war nicht der einzige Rückschlag, der die Taktik des Teams durchkreuzte. Kurz vor dem Sturz fand sich der bis dahin in der Spitzengruppe als Aufpasser fahrende Chris Hatz nach einem Defekt fast am Ende des Peletons wieder und musste sich von da an Gruppe für Gruppe wieder nach vorne kämpfen – in diesem Klassefeld an sich schon eine ungeheure Leistung. Kurz darauf stürzte der Hamburger Teamkamerad Enno Quast, dem auf der steilen Abfahrt vom Texas-Pass im Kurvengeschlängel die Bremsen so heiß wurden, dass er mit nachlassender Bremswirkung aus einer Kurve getragen wurde und in die Leitplanken krachte. Zwar konnte Enno sein Rennen fortsetzen und zu Ende fahren, fiel aber als Helfer für Ron aus. Binnen kurzer Zeit waren damit die drei wichtigsten Helfer für Ron aus dem Gefecht. Hinzu kam, dass Timon, der sich in den vorangegangenen Tagen bravourös geschlagen hatte, nun auch schwere Beine bekam. Dass das so dezimierte Team in dieser Situation nicht auseinanderfiel, sondern im Gegenteil über sich hinauswuchs, dokumentiert den tollen Zusammenhalt der hanseatisch-rheinhessischen Mannschaft. Mit einer Energieleistung kämpfte sich zunächst Chris Hatz wieder bis in Ron´s Gruppe und machte für seinen Kapitän noch einmal richtig Tempo, bevor er völlig entkräftet zurückfiel. Toni Brettschneider, der zweite Fahrer aus Hamburg, fuhr nach eigenen Worten „das Rennen seines Lebens“, als er – eigentlich schon platt wie eine Flunder – auf der letzten von fünf Runden noch einmal nie geahnte Energien aus seinem Körper herausholte und seinen Kapitän den berüchtigten Texas-Pass hochzog. Letztlich war es dann aber Ron Pfeifer selbst, der in Finale rundenlang alleine im Wind fuhr und es „mit dem Messer zwischen den Zähnen“ tatsächlich schaffte, sein Trikot gegen die internationale Elite der Junioren zu verteidigen.

Nach dem Rennen führte Ron´s erster Weg noch einmal in die Uni-Klink Freiburg, wo er zu seiner Erleichterung einen Teamkameraden Marcus Nicolai vorfand, der trotz seiner schweren Gesichtsverletzungen schon wieder erste Scherze versuchte. Zum Dank für seine Arbeit und zum Trost schenkte Ron ihm sein gelbes Siegertrikot.

Radsport33-34TitelRon_NEWAm Dienstag nach der Tour schmückte Ron dann das Titelfoto der „Radsport“.

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